Körpersprache beim Flirt

Körpersprache beim Flirten

Geheime Signale erkennen und gezielt aussenden

„Beim Geburtstagsfest drängten wir uns in der Menschenansammlung dicht aneinander vorbei. So kreuzten sich unsere Blicke, Blickkontakt etwas länger als normal. Ein sanftes Lächeln huschte übers Gesicht. Ich finde sie süß, ja. Aber wollte ich etwas von ihr? Oder sie von mir? Nein, ich will nichts. Oder doch? Mmh, vielleicht doch.” Ein Flirt, ein ungezwungenes Spiel mit der gegenseitigen Anziehungskraft, lässt unsere Antennen für die geheimen Liebes-Botschaften des Körpers vibrieren. Flirten ist ein Spiel mit körpersprachlichen Signalen. Wer diese Sprache versteht und einzusetzen weiß, kann dem anderen auf einfache Art und Weise zeigen, dass er ihn oder sie attraktiv findet. Wie Sie erfolgreich flirten, damit Sie beim Tanz der beiläufigen Gesten und tiefen Blicke auf dem Parkett der Liebe eine gute Figur machen, erfahren Sie nun.

Lange bevor es zum Kontakt zwischen zwei Menschen kommt, haben wir uns ein erstes Bild voneinander gemacht. Begegnen wir Fremden, scannen wir in Sekundenbruchteilen Alter, Figur, Gesicht, Kleidung und ziehen daraus Schlüsse: Sympathisch? Gesund? Aufgeschlossen? Potenzieller Paarungspartner? Erst wenn er oder sie den Basis Check überstanden hat, und wir Gefallen finden, versuchen wir, die Aufmerksamkeit des anderen zu wecken. In den meisten Fällen beginnt so ein Flirt mit einem Blick. In der U-Bahn, im Geschäft, in der Bar – normalerweise blicken wir Fremden nur kurz in die Augen. Wer jedoch mehrmals schaut oder einen längeren  Augenaufschlag wagt, signalisiert: „Ich interessiere mich für dich.“ Männer stehen bei dieser Übung übrigens oft  ein wenig auf dem Schlauch. Im Durchschnitt müssen sie den neugierigen Blicken einer Frau drei Mal begegnen, bevor sich die weibliche Flirt-Absicht in ihr Bewusstsein durchgearbeitet hat. Ein Lächeln spricht da eine deutlichere Sprache. Neben dem Blickkontakt ist es das A und O eines erfolgreichen Flirts. Frauen lachen Männer an, die sie attraktiv finden. Und Männer finden Frauen attraktiv, die sie anlachen – ein simples Prinzip.

Frauen, die besonders anziehend wirken, senden darüber hinaus eine Menge weiterer Flirtsignale aus: Lange Blicke, ein zur Seite geneigter Kopf, der die erotische Halsseite präsentiert, gerötete Wangen, übereinander geschlagene Beine, die in die Richtung des Mannes weisen – alles Zeichen, die sagen sollen: „Ich finde dich interessant.“ Weil ein Mann gerne als Sieger vom Platz geht, sammelt er möglichst viele dieser Signale, bis er ganz sicher ist, dass er keine Abfuhr kassieren wird.  Frauen, die in der Stunde etwa 35 Flirtsignale aussenden, sich etwa mit dem Oberkörper dem Flirtobjekt zuwenden, mit ihren Haaren spielen oder die Bewegungen ihres Gegenübers unauffällig spiegeln, werden häufiger angesprochen. Mit ihrer Körpersprache signalisieren sie Bereitschaft zum zwanglosen Geplänkel.

Die Drei-Sekunden-Regel

Um die Angst vieler vor dem Ansprechen zu überwinden, achten Sie auf die Drei-Sekunden-Regel. Innerhalb der ersten drei Sekunden, nachdem Sie eine interessante Person wahrgenommen haben, sollten Sie sie ansprechen. Dazu genügt schon ein einfach „Hallo“, ein Kommentar zur jeweiligen Situation oder ein Kompliment. Außer platten Sprüchen ist alles erlaubt. Besonders gut ins Gespräch kommt man mit der Strategie des aktiven Desinteresses. Dabei scheint der Gesprächspartner bei einer unverfänglichen Frage nach dem Weg zunächst immun gegenüber ihren sexuellen Reizen. So gewinnt er genug Zeit, um herauszufinden, ob sie ihn ebenfalls sympathisch findet. Wenn nicht können beide rechtzeitig den Rückzug antreten.
 

Hinweis

 

Dieser Artikel wurde im Rahmen der Blogparade zum Thema Männlichkeit und Weiblichkeit verfasst. Weitere Artikel dazu finden Sie auch unter nachstehenden Links:

Viel Freude beim Lesen!


 
Zaghafte Fragen sind ein No-Go

Entwickelt sich ein Gespräch, stehen die Chancen gut. Wenn es dann am Ende um die Telefonnummer des Flirts geht, seien Sie nicht zögerlich. Eine zu unsichere Frage à la ‘Könntest du mir vielleicht, eventuell mal deine Telefonnummer geben?’ provoziert in den meisten Fällen ein klares Nein. Besser: eine direkte Aufforderung: „Bitte gib mir deine Nummer.“ Wenn Sie die Bitte mit Ihrer Körpersprache – ausgestreckte Hand, angehobene Augenbraue, Lächeln – unterstützen, wirken Sie authentisch.

Beim ersten Date versuchen beide, sich von ihrer besten Seite zu zeigen. Während Frauen jetzt mit ihrer verspielten und kindlichen Seite punkten, wollen Männer selbstbewusst und stark wirken. Wirft er ihr mit leicht geneigtem Kopf einen Seitenblick zu, hebt er die Augenbrauen, lächelt dabei? Nimmt er eine aufrechte Haltung ein? Dann genießt er die Situation, will ihr imponieren. Spielt sie mit sinnlichen Gegenständen, streichelt ihr Weinglas oder berührt ihn im Gespräch wie unabsichtlich am Unterarm, dann läuft es gut.

Große Pupillen verraten innere Erregung

Achten Sie beim Date auf die Pupillen Ihres Gegenübers. Die innere Erregung hat Einfluss auf ihre Größe. Bei Interesse können sie bis zu vier Mal weiter werden, als normal. Wenn Sie ihr Date sympathisch finden, schauen Sie ihn oder sie häufig an. Bei einem Experiment wurden zwei Flirtpartner vor der ersten Verabredung auf eine angebliche Augenverletzung des anderen hingewiesen. Nach dem Tipp „Wenn du ganz genau hinsiehst, kannst du es erkennen“ schauten sich die Testpersonen besonders lange und tief in die Augen. Nach dem Date berichteten die Turteltauben von einer viel stärkeren Anziehung zum Flirtpartner, als die Kontrollgruppe. Ihr Treffen empfanden sie besonders intensiv und romantisch.

Erschienen im Berliner Kurier

 

Ihre Monika Matschnig,
Expertin für Körpersprache, Wirkung und Performance

 



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  1. […] Monika Matschnig ist Expertin für Körpersprache. In ihrem Artikel zur Blogparade schreibt sie über die Körpersprache beim Flirten: Körpersprache beim Flirt – Geheime Signale erkennen und gezielt aussenden […]

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