selbstreflexion

Was trage ich dazu bei, dass der andere sich so verhält, wie er sich verhält?

Wirkung beginnt mit Selbstreflexion.

Eine herrliche Frage. Fast so beliebt wie: „Warum sind eigentlich immer die anderen schwierig?“ Nur dumm, wenn man selbst die Glaswand ist – sichtbar, professionell, makellos …
und trotzdem nicht erreichbar.

Wir wirken nämlich immer. Mit jedem Blick. Mit jeder Pause. Mit jedem Atemzug.

Selbst der demonstrative Seufzer im Meeting hat mehr Aussagekraft als die PowerPoint-Folie Nummer 37. Und doch besitzen erstaunlich wenige ein realistisches Bild davon, wie sie wirken.
Stattdessen analysieren sie die Reaktionen der anderen:

  • „Warum ist er so distanziert?“
  • „Warum reagiert sie so defensiv?“
  • „Warum bekomme ich nicht den Respekt, den ich verdiene?“

Vielleicht – nur vielleicht – liegt es nicht am Universum. Sondern an uns. Die unbequemere Frage lautet:

Was trage ich dazu bei, dass der andere sich so verhält, wie er sich verhält?

Ein paar kleine Alltagsbeispiele:

  • Der „neutrale“ Tonfall, der klingt wie: „Ich erkläre es dir jetzt noch einmal, obwohl ich weiß, dass du es wieder nicht verstehst.“
  • Der fokussierte Blick, die schreit: „Das ist doch Quatsch.“
  • Die Körperhaltung eines nassen Waschlappens – und die gleichzeitige Erwartung von Führung.
  • Oder das aalglatte Dauerlächeln, das wirkt wie Zahnpasta-Werbung auf Geschäftsreise.

Und dann wundert man sich, dass das Gegenüber entweder in Deckung geht oder emotional auscheckt. Menschen reagieren weniger auf Worte als auf nonverbale Signale. Sie reagieren auf Spannung, Energie, Haltung. Wirkung ist der Abdruck unseres inneren Zustands im Außen.

Und jetzt wird es spannend: Der Abdruck gefällt uns nicht immer.

Je höher die Position, desto dünner wird das ehrliche Feedback. Ab einer gewissen Hierarchiestufe hört man nur noch:

  • „Interessanter Punkt.“
  • „Spannender Gedanke.“
  • „Absolut nachvollziehbar.“

Das bedeutet im Management-Deutsch manchmal: „Ich habe innerlich gekündigt, aber Sie sind mein Chef.“ Mit zunehmender Macht wächst die soziale Vorsicht der anderen. Und irgendwann spiegelt niemand mehr zurück, was wirklich ankommt.

Doch ohne Spiegel keine Selbsterkenntnis. Und ohne Selbsterkenntnis keine Entwicklung.

Genau darum geht es in meinem Seminar Wirkung. Immer. Überall.

Nicht darum, ein zweiter Tim Cook zu werden. Nicht darum, sich zu verbiegen oder eine Rolle zu spielen, die nicht zu einem passt. Sondern darum, die eigene Gravitas zu entwickeln. Mit Mut. Und mit einem lachenden Auge. Denn Wirkung entsteht nicht durch Kopie.

Sondern durch den individuellen Wirkungsstil, der Wirkungskompetenz ausstrahlt.

Wir schauen hin – dort, wo Führung sichtbar wird: Im Meeting. Im Reporting nach oben. Im Strategiegespräch. In der Projektbesprechung. Beim Kundenevent.

  • Was sagt meine Körperhaltung, bevor ich spreche?
  • Trägt mein Ton Klarheit – oder subtilen Druck?
  • Unterstützt meine Gestik meine Botschaft – oder sendet sie Widersprüche?
  • Entsteht durch meine Präsenz Vertrauen – oder Distanz?
  • Sind Worte und Körpersprache kongruent?

Denn Sprache transportiert Inhalte. Körpersprache transportiert Glaubwürdigkeit. Und Wirkung entsteht immer dann – wenn beides übereinstimmt.

Sie bekommen respektvolles, aber klares Feedback. Nicht nur von mir. Sondern auch aus anderen Blickwinkeln – von Co-Trainern und Teilnehmenden.

Unterschiedliche Wahrnehmungsebenen. Unterschiedliche Spiegel. Und jeder entscheidet selbst: Was nehme ich an? Was lasse ich im Raum?

Doch eines bleibt wahr: Das, was am meisten schmerzt, ist oft der blinde Fleck. Und genau dort beginnt Entwicklung. Wirkung beginnt mit Selbstreflexion.

Vielleicht ist es Zeit, nicht länger die Reaktion der anderen zu analysieren – sondern die eigene Wirkung.

Ihre Monika Matschnig,
Dipl. Psychologin und Expertin für Körpersprache, Wirkung und Performance

Monika Matschnig
Wirkung. Immer. Überall.
Bahnhofstraße 30
D-85375 Neufahrn bei Freising
Mobil: +49.(0)163.554 2723
Büro: +49.(0)1520.575 4211
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