
Wirkung beginnt nicht mit Worten – sondern mit Ihrem Körper.
Stellen Sie sich vor, Sie sitzen im Publikum. Noch kein Wort ist gesprochen, kein Mikro getestet, keine Folie gezeigt – und trotzdem wissen Sie schon ziemlich genau, wie das hier ausgehen wird. Ihr Kopf hat noch gar nichts analysiert, aber Ihr Körper ist schneller. Sie sehen den Redner, wie er steht, wie er atmet, wie er sich bewegt, und irgendetwas in Ihnen sagt: Das wird gut – oder eben das wird lang. Genau das ist die unsichtbare Sprache des Körpers. Wirkung entsteht, bevor Sprache überhaupt eine Chance bekommt.
Körpersprache ist dabei weit mehr als nonverbale Dekoration. Sie ist kein Schmuck am Wort, kein hübsches Add-on für Fortgeschrittene. Ein aktuelles neurophysiologisches Forschungsprojekt zeigt sehr deutlich, dass unser Gehirn darauf spezialisiert ist, Emotionen allein aus Bewegung zu lesen. In der Studie „Decoding affect in emotional body language: Valence representation in the action observation network“ wird beschrieben, dass bestimmte Hirnregionen aktiv werden, sobald wir andere Menschen in Bewegung sehen. Wir ordnen diese Bewegungen unbewusst ein: angenehm oder unangenehm, stimmig oder irritierend, vertrauenswürdig oder eher nicht. Und das ganz ohne Gesichtsausdruck, ganz ohne Stimme. Unser Nervensystem entscheidet schneller, als wir denken können. Wir spüren Wirkung.
Damit berühren diese Erkenntnisse den Kern dessen, was Präsentieren wirklich ist. Es geht nicht nur darum, was gesagt wird. Es geht darum, wie Sie sich zeigen. Klassische Präsentationstrainings setzen gerne auf Struktur, Inhalte und rhetorische Feinheiten. Das ist alles sinnvoll. Neurowissenschaftlich betrachtet greifen diese Elemente jedoch erst dann, wenn der Körper des Vortragenden dem Gehirn der Zuhörer eines signalisiert: Hier lohnt es sich zuzuhören.
Ein Sprecher, der sich leicht nach vorne neigt, offen steht, ruhig und klar in Bewegung ist, erzeugt im Publikum bereits ein inneres Bild – noch bevor der erste Satz zu Ende gesprochen ist. Das Gehirn denkt dann: Ah, dem folge ich.
Und damit sind wir bei der entscheidenden Frage der Selbstreflexion. Was sagt Ihr Körper, bevor Sie sprechen?
Wirken Sie gesammelt oder gehetzt, offen oder kontrolliert, wirklich präsent oder innerlich schon beim nächsten Termin?
Dieser erste Eindruck entsteht in Sekunden – und er bleibt. Selbstreflexion heißt deshalb, den eigenen Körper ernst zu nehmen. Welche innere Haltung wird sichtbar? Welche Wirkung senden Sie aus? Welche Nähe – oder auch welche Distanz? Dem Körper glaubt man, schneller uns so manches Mal lieb ist. Aber genau darin liegt seine Wirkungskraft.
Genau hier setzt mein Seminar „Wirkung. Immer. Überall.“ an. Nicht mit Tricks. Nicht mit Verbiegen. Nicht mit aufgesetzter Performance. Sondern mit dem bewussten Zusammenspiel von Haltung, Bewegung und dann den Worten. Damit Ihre Wirkung nicht dem Zufall. überlassen bleibt, sondern trägt – im Raum, im Moment und bei den Menschen, die Ihnen zuhören.
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Ihre Monika Matschnig,
Dipl. Psychologin und Expertin für Körpersprache, Wirkung und Performance
Studienreferenz
Peelen, M. V., Atkinson, A. P., & Vuilleumier, P. (2024).
Decoding affect in emotional body language: Valence representation in the action observation network.
Social Cognitive and Affective Neuroscience, Oxford University Press.