wenn nichts mehr geht

Wenn nichts mehr geht

– und genau das Sinn ergibt

Sie sitzt mir gegenüber. Der Blick geht zum Boden, die Hände sind fest ineinander verschränkt, die Stimme leise.

„Ich weiß nicht, was mit mir los ist. Ich habe so viele Pläne. Ich will so viel bewegen. Aber ich komme einfach nicht weiter.“

Nennen wir sie Lisa. Mitte dreißig, erfolgreich, klug, reflektiert. Von außen wirkt alles geordnet, beinahe mühelos. Doch in ihr tobt etwas, das sich nicht greifen lässt. „Es ist, als würde mich etwas zurückhalten. Ich weiß genau, was ich tun sollte – aber ich kann nicht. Ich fühle mich blockiert.“

Viele würden das Aufschieberitis nennen. Oder mangelnde Disziplin. Manche sogar persönliches Versagen. Doch wer eine innere Blockade erlebt, spürt etwas ganz anderes.

  • Da ist Energie, aber sie fließt nicht.
  • Der Kopf ist voller Gedanken, doch es kommt keine Bewegung zustande.
  • Es entsteht Wut auf sich selbst – und gleichzeitig Angst vor dem nächsten Schritt.
  • Ein Gefühl von Stillstand, obwohl der Wille da ist.

In der Begleitung interessiert mich nicht zuerst, was fehlt. Ich frage: Was schützt Sie da gerade? Denn genau das tun innere Blockaden oft. Sie sind Schutzmechanismen. Sie bewahren vor Überforderung, vor zu viel Tempo, vor Erfahrungen, die früher einmal zu schmerzhaft waren. Blockaden sind kein Defekt. Sie sind der Versuch Ihres inneren Systems, Sie zu sichern.

Ich bat Lisa, kurz innezuhalten. Kein Druck, kein Müssen. Nur die Frage, was sie spürt, wenn sie an den nächsten Schritt denkt. Sie schwieg lange. Dann sagte sie leise, es schnüre ihr die Brust zu, sie bekomme kaum Luft. Und sofort tauchten Gedanken auf: Was, wenn es wieder schiefgeht? Dann kamen die Tränen. Sie erzählte von Situationen, in denen sie sich voll eingebracht hatte – und am Ende enttäuscht wurde. Von Momenten, in denen sie stark sein musste, obwohl sie innerlich fast zerbrochen wäre. Und plötzlich wurde etwas deutlich: Diese Blockade war kein Zufall. Sie war Schutz. Ein innerer Teil wollte verhindern, dass sie noch einmal durch etwas Ähnliches hindurchmuss.

In dem Moment hörte Lisa auf, gegen sich selbst zu kämpfen. Sie begann, sich zuzuhören. Ohne Vorwürfe. Ohne den inneren Satz: Sie müssten doch endlich … Und genau dort begann Veränderung.

In den nächsten Wochen ging es nicht darum, sofort wieder zu „funktionieren“. Es ging darum, diesen Schutz ernst zu nehmen – und neue Wege zu finden, mit der Angst umzugehen.

Wir entwickelten gemeinsam einfache, aber klare Strategien:

  • kleine Schritte, die realistisch umsetzbar waren
  • kurze tägliche Routinen, um bei sich zu bleiben
  • Sätze, die ihr halfen, sich innerlich zu stabilisieren, wenn es eng wurde
  • bewusste Pausen – nicht als Rückzug, sondern als Selbstführung

Lisa traf wieder Entscheidungen. Zuerst kleine, dann größere. Nicht, weil die Angst verschwunden war, sondern weil sie nicht mehr die Richtung vorgab. Schritt für Schritt kam sie in ihre Kraft zurück. Sie baute Vertrauen auf. In sich selbst. Und in das, was möglich wird, wenn man aufhört, sich selbst zu blockieren – und beginnt, sich selbst zu verstehen.

Wenn Sie spüren, dass Sie nicht vorankommen, obwohl Sie es wollen, dann fragen Sie sich nicht nur: Was stimmt nicht mit mir? Fragen Sie lieber: Was will in mir gerade geschützt werden?

Denn genau dort liegt die Kraft. Blockaden lösen sich nicht durch Druck. Sie lösen sich, wenn der Teil in Ihnen gehört wird, der bisher überfordert war.

RE:FOKUS bedeutet, wieder in Kontakt mit sich zu kommen. Ich begleite Sie dabei. Als Psychologin, als Coach, als Vertrauensperson – und als Mensch mit echtem Interesse an Ihnen. Nicht, um Sie zu verändern. Sondern um Sie wieder mit sich selbst zu verbinden. Wenn gerade nichts mehr geht, ist das kein Ende. Oft ist es der Anfang von etwas Echtem. Klicken Sie hier für mehr Informationen zu RE:FOKUS.

Ihre Monika Matschnig,
Diplom-Psychologin, Systemischer Coach und sinn- und wertorientierte Begleitung (DGL® Logotherapie)

Monika Matschnig
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