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	<title>Glaubwürdigkeit Archiv - Monika Matschnig</title>
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	<description>Körpersprache und Wirkungskompetenz für Führungskräfte, Manager, Politiker</description>
	<lastBuildDate>Sun, 14 Sep 2025 18:00:30 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Glaubwürdigkeit Archiv - Monika Matschnig</title>
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		<title>Verletzlichkeit macht glaubwürdig</title>
		<link>https://www.matschnig.com/verletzlichkeit-auf-der-buehne/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Monika]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 May 2025 05:51:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Körpersprache & Wirkung]]></category>
		<category><![CDATA[Glaubwürdigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Nähe]]></category>
		<category><![CDATA[Präsentieren]]></category>
		<category><![CDATA[Verletzlichkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Warum Nähe mehr wirkt als Perfektion ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Wenn Menschen über das Präsentieren sprechen, geht es oft um Inhalte, Struktur und <a href="https://www.matschnig.com/grundlagen-koerpersprache/" target="_blank">Körpersprache</a>. Was aber kaum jemand offen ausspricht: Die größte <a href="https://www.matschnig.com/angst-feind-freund/" target="_blank">Angst</a> ist nicht das Reden an sich. Die größte Angst ist, <strong>sich zu zeigen</strong>. Nicht wenige Teilnehmer meiner <a href="https://www.matschnig.com/seminar-wirkung-immer-ueberall/">Präsentationstrainings</a> berichten nach wenigen Minuten:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>„Ich habe Angst, dass man merkt, dass ich gar nicht so kompetent bin.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Oder: </p>
</blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>„Was, wenn ich einen Blackout habe und alle sehen, dass ich unsicher bin?“ </em></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Angst ist tief menschlich. Und sie ist nicht nur okay – sie ist <strong>wichtig</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Perfektion schafft Distanz</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wir alle kennen sie: die aalglatten Redner, die alles richtig machen, perfekt vorbereitet sind, professionell durchgetaktet. Und trotzdem erreichen sie uns nicht. Warum? Weil Perfektion selten Nähe zulässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Perfektion schafft Aggression!</strong></em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Perfektion signalisiert Kontrolle – aber keine Verbindung. Der Zuhörer denkt: <em>„Wow, gut gemacht.“</em> – aber nicht: <em>„Das fühle ich mich angesprochen.“ </em>Echtes Präsentieren aber beginnt genau dort, wo wir <strong>unsere Schutzmauer senken</strong> – nicht dramatisch, nicht inszeniert, sondern leise und aufrichtig.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sympathie entsteht, wenn etwas nicht perfekt läuft</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Stellen Sie sich folgende Situation vor: Eine Rednerin betritt die Bühne, beginnt zu sprechen – und das Mikrofon versagt. Oder sie sucht nach einem Wort, findet es nicht sofort. Vielleicht lacht sie kurz, atmet, sammelt sich – und fährt fort. Was passiert im Publikum? <strong>Mitgefühl. Verständnis. </strong>Und oft sogar <strong>Bewunderung für die Ruhe</strong> im Umgang mit der Situation. Wir empfinden sie als <strong>menschlich</strong>. Wir erleben ihre <strong>Kompetenz nicht trotz</strong>, sondern <strong>durch ihren Umgang mit dem Unperfekten</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verletzlichkeit ≠ Schwäche</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Psychologie spricht man davon, dass Menschen mit hoher emotionaler Intelligenz eine Sache besonders gut können: <strong>Sie zeigen sich als Ganzes – mit Kraft und mit Brüchigkeit. </strong>Brené Brown, die amerikanische Wissenschaftlerin und Bestsellerautorin, hat über Verletzlichkeit geforscht. Ihre zentrale These:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>„Verletzlichkeit ist kein Zeichen von Schwäche, sondern der Ursprung von Mut, Kreativität und Veränderung.“</strong></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Wer sich auf der Bühne verletzlich zeigt – im Sinne von: <em>„Ich bin nicht perfekt, aber ich bin ganz da.“</em> – wird als besonders glaubwürdig und authentisch wahrgenommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was heißt das konkret für <a href="https://www.matschnig.com/vom-folienchaos-zur-wirkungsexzellenz/" target="_blank">Präsentationen</a>?</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Sie dürfen <strong>stolpern</strong> – wichtig ist, wie Sie damit umgehen.</li>



<li>Sie dürfen <strong>Unsicherheiten benennen</strong>, z. B. „Ich bin ein bisschen aufgeregt – aber das zeigt mir, dass mir das Thema wichtig ist.“</li>



<li>Sie dürfen auch mal <strong><a href="https://www.matschnig.com/pausen-gekonnt-einsetzen/">eine Pause machen</a></strong>, wenn Sie den Faden verlieren. Und dann wieder ansetzen.</li>



<li>Sie dürfen sagen: <em>„Das weiß ich gerade nicht, aber ich reiche es gerne nach.“</em></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Das Publikum liebt nicht die Souveränen – sondern die Nahbaren. Und wer sich menschlich zeigt, wird <strong>menschlich gehört.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Was Zuhörer wirklich denken</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In den Köpfen vieler Redner kreist das <a href="https://www.matschnig.com/gedanken-sind-nur-gedanken/" target="_blank">Gedankenkarussell</a>: „<em>Was, wenn ich etwas Falsches sage?“</em>, <em>„Was, wenn ich unsicher wirke?“</em>, <em>„Was, wenn sie denken, ich habe keine Ahnung?“</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber die Realität ist oft ganz anders:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Menschen <strong>respektieren</strong> kleine Missgeschicke.</li>



<li>Sie <strong>erkennen</strong> den Mut, wenn jemand ehrlich ist.</li>



<li>Sie <strong>fühlen mit</strong>, wenn jemand auf der Bühne echt wirkt.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Die wahre Frage ist nicht: <em>„Werde ich perfekt wirken?“ </em>Sondern: <em>„Wird spürbar, dass menschlich bin?“</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Zeig dich – und du wirst gehört</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Verletzlichkeit ist kein Risiko. Sie ist ein Geschenk. Nicht nur für die Zuhörer – sondern auch für Sie selbst. Denn wer aufhört, sich zu verstecken, beginnt, <strong>wirklich zu sprechen</strong>. Und wer wirklich spricht, wird nicht nur verstanden – sondern <strong>verstanden gefühlt.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihre Monika Matschnig<br>Expertin für Körpersprache, Wirkung und Performance</p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph"><em>Bild: ekapanova / istockphoto.com</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
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		<title>Auf drei Ebenen überzeugen</title>
		<link>https://www.matschnig.com/auf-drei-ebenen-ueberzeugen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Monika]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Jul 2021 08:53:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Körpersprache & Wirkung]]></category>
		<category><![CDATA[Argumente]]></category>
		<category><![CDATA[Emotion]]></category>
		<category><![CDATA[Glaubwürdigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Kongruenz]]></category>
		<category><![CDATA[Überzeugungstechniken]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.matschnig.com/?p=30970</guid>

					<description><![CDATA[Die balancierte Kunst der Kongruenz
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>„Das Wort hat <a href="https://www.matschnig.com/wirkung-ist-macht/" target="_blank">Wirkung</a>. Und Wirkung formt Wirklichkeit. Beides wirkt und bewirkt. Wer die kongruente <a href="https://www.matschnig.com/grundlagen-koerpersprache/" target="_blank">Körpersprache</a> beherrscht, gewinnt auch die Zuhörer. Mein Tipp: Selbstreflexion ist der erste Schritt zu einer besseren Wirkung. Bevor Sie andere beurteilen oder vielleicht sogar verurteilen, schauen Sie in den Spiegel.“ </em></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Viele sind der festen Überzeugung, dass das Argument überzeugt. Zweifelsohne ist die passende Argumentation wichtig, doch <a href="https://www.matschnig.com/worte-ohne-emotionen/">ohne Emotion</a> und Glaubwürdigkeit verpufft das Wort.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Drei Überzeugungs-Techniken sind balanciert und fließend zu verwenden:</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Glaubwürdigkeit</strong> &#8211; Bewertende Richtigkeit:<br>Sie zielt auf die Echtheit einer Person ab. Wirkt diese Person glaubwürdig, echt, authentisch? Sprechen Worte, Körpersprache und Taten eine Sprache? Lebt sie das was sie verkörpert? Hier geht es nicht darum, wie Sie sich sehen, sondern, was beim Gegenüber ankommt. Nicht authentisch sein, sondern authentisch wirken!</li>



<li><strong>Emotion</strong> &#8211; Expressive Wahrhaftigkeit:<br>Sie überzeugt das Gegenüber durch Emotionen. Ist Ihre Präsentationsleistung schal, verpuffen Worte. Der Wert an Worte erhöht sich, wenn sie emotional verkörpert werden. Der Körper spricht lauter als das Wort!</li>



<li><strong>Argumente</strong> &#8211; Deskriptive Wahrheit:<br>Sind die Argumente überzeugend? Sind die Ausführungen für den Zuhörer logisch, schlüssig, nachvollziehbar? Gibt es eine Konklusion?</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Die Kunst der Kongruenz: Alle drei Ebenen integrieren!</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Letztendlich sollten Sie auf allen drei Überzeugungsebenen punkten. Je nach Zielgruppe, Situation, Kontext, ist die eine oder andere Ebene stärker zu betonen. Möglicherweise besitzt Ihr Gegenüber schon alle fachlichen Informationen und er möchte nur noch fühlen, dass Sie die richtige Person sind. Dann hat die deskriptive Richtigkeit den höchsten Überzeugungswert. Doch dürfen Sie nicht die anderen Ebene vergessen und fließend und sanft integrieren. Es gibt kein &#8222;Dies oder Das&#8220;, sondern immer ein &#8222;Sowohl als Auch&#8220;. Die Kunst ist es, die richtige Mischung für die jeweilige Situation zu finden. Denken Sie an gut inszenierte <a href="https://www.matschnig.com/leere-gesten-trump-biden/" target="_blank">Politiker</a>. Sie versuchen mittlerweile, auf allen drei Ebenen gleich stark zu überzeugen. Und dennoch haben bei der Wählergewinnung die bewertende Richtigkeit und expressive Wahrhaftigkeit den höchsten Stellenwert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.matschnig.com/kongruenz/">Kongruente Wirkung</a> gewinnt Menschen!</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Egal, welche Ebene Sie betonen – entscheidend ist, dass Sie sich selbst treu bleiben. <a href="https://www.matschnig.com/koerpersprache-authentisch/">Wie Körpersprache authentisch wirkt, lesen Sie hier.</a></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Ihre Monika Matschnig,<br>Expertin für Körpersprache, Wirkung und Performance</p>



<p class="wp-block-paragraph"><small><em>Bildquelle: istockphoto / Tetiana Garkusha<br></em></small></p>
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