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	<title>Zorn Archiv - Körpersprache und Wirkungskompetenz für Führungskräfte, Manager, Politiker</title>
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	<description>Körpersprache und Wirkungskompetenz für Führungskräfte, Manager, Politiker</description>
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		<title>Neid, Zorn, Traurigkeit und Angst</title>
		<link>https://www.matschnig.com/vernichtende-gefuehle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Monika]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 May 2020 06:51:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[negative Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Neid]]></category>
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		<category><![CDATA[Zorn]]></category>
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					<description><![CDATA[Vernichtende Gefühle und wie wir lernen können, mit ihnen umzugehen]]></description>
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<p><a href="https://www.matschnig.com/neid/">Neid</a>, <a href="https://www.matschnig.com/zorn/">Zorn</a>, <a href="https://www.matschnig.com/traurigkeit/">Traurigkeit</a> und <a href="https://www.matschnig.com/angst-feind-freund/" target="_blank">Angst</a> sind die Top 4 der zermürbenden Gemütszustände, mit denen wir auf Situationen reagieren, in denen nicht alles rund läuft. Doch mit welchem Erfolg?</p>



<p>Wenn wir negativen Gefühlen freien Lauf lassen, können sie beträchtlichen Schaden anrichten – sowohl bei uns, als auch bei anderen. Aber was ist die Alternative? Natürlich können wir negative Ereignisse nicht vermeiden. Trotzdem können wir lernen, angemessen mit ihnen umzugehen und uns nicht von ihnen beherrschen zu lassen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum Neid, Zorn, Traurigkeit und Angst so belastend wirken</h2>



<p>Zumal negative Gefühle durchaus auch etwas Positives bewirken können. Neid, Zorn und Traurigkeit können – solange sie nicht die Oberhand gewinnen – ein enorm starker Motor für unsere persönliche Entwicklung sein. Oder gibt es einen besseren Ansporn, endlich ein bisschen mehr Sport zu treiben, als tagtäglich der Kollegin über den Weg zu laufen, die einem so viel attraktiver erscheint?</p>



<p>Negative Emotionen sind also in der Lage, uns persönlich weiterzubringen, indem wir mehr Ehrgeiz entwickeln, Situationen verändern, die uns unzufrieden machen oder <a href="https://www.matschnig.com/konstruktiv-mit-konflikten-umgehen/" target="_blank">Konflikte klären</a>, die uns schon einige Zeit belasten. Wichtig ist nur, ihnen nicht zu viel Raum zu geben. Denn wenn pessimistische Stimmungslagen in unserem Leben überwiegen, »vermiesen« wir uns dadurch nicht nur die Gegenwart – negative Gefühle können uns regelrecht krank machen und so auch unsere Zukunft beeinflussen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn vernichtende Gefühle unser Immunsystem schwächen</h2>



<p>Immer wieder bestätigen Forschungen die altbekannte These, dass eine häufige oder gar dauerhaft schlechte Stimmung unser Immunsystem schwächt. In einer aktuellen amerikanischen Studie entwickelten Studienteilnehmer mit besonders negativen Emotionen nach einer Grippe-Impfung weniger Antikörper als Probanden mit positiven Gefühlen. Alle Teilnehmer der Studie mussten dafür fünf Minuten lang den besten oder schlimmsten Moment ihres Lebens aufschreiben, wobei ihre Hirnströme sowie die Reaktionen des Körpers auf ihre Gefühle gemessen wurden. Danach erhielten alle Probanden eine Grippe-Impfung und im Abstand von zwei, vier und 26 Wochen wurde die Zahl der Antikörper gemessen. Das Ergebnis: Die Teilnehmer, die bei der Erinnerung an das schlimmste Ereignis die intensivsten Gefühle zeigten, entwickelten weniger Antikörper, zeigten also eine geringere Immunantwort. Eine mögliche Erklärung für diesen Effekt ist in unserem Hormonhaushalt zu finden. Vor allem, wenn wir wütend sind, schütten wir Adrenalin aus. Häufige Adrenalin-Ausschüttungen schwächen jedoch unser Immunsystem und machen uns anfällig für Krankheiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum es nicht hilft, Gefühlen freien Lauf zu lassen</h2>



<p>Die Lösung liegt also nicht – wie häufig propagiert – darin, allen seinen Gefühlen, den guten wie den schlechten, freien Lauf zu lassen, und sich so von ihnen zu befreien. Vielmehr sollten wir versuchen, negative Gefühle gar nicht erst aufkommen zu lassen bzw. ihnen – sollten sie sich doch zu Wort melden – von Anfang an den Wind aus den Segeln zu nehmen.</p>



<p>Ein erster Schritt in diese Richtung: Der Versuch, die eigenen negativen Geisteszustände zu erkennen. Wenn wir uns darüber bewusst sind, wann wir neidisch, verärgert, wütend oder traurig reagieren und welches die häufigsten Auslöser für diese Gefühle sind, dann befinden wir uns bereits auf dem besten Weg, unsere Gefühlswelt in den Griff zu bekommen – zumindest so weit, dass sie uns nicht schadet.<br></p>



<p>Ihre Monika Matschnig<br>Expertin für Körpersprache, Wirkung und Performance</p>



<p><span style="font-size: 10pt;"><em>Bild: yienkeat / Shutterstock.com</em><br></span></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Vernichtende Gefühle – Teil 2: Zorn</title>
		<link>https://www.matschnig.com/zorn/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Monika]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Aug 2019 07:02:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Ärger]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstwert]]></category>
		<category><![CDATA[vernichtende gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Zorn]]></category>
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					<description><![CDATA[Ärgern Sie sich nur über das, was Sie auch ändern können]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Wann und warum werden wir wütend? Denken Sie doch einfach an das letzte Mal zurück, als Sie sich geärgert haben. Was ist im Vorfeld des Zornes passiert? Wahrscheinlich werden Sie feststellen, dass Sie sich durch die Worte oder das Verhalten eines anderen verletzt und angegriffen oder ungerecht behandelt fühlten. </p>



<p>Ergo: Ihr Selbstwertgefühl war angekratzt. Das eigentliche Problem ist jedoch, dass unser Ego umso verletzlicher ist, je weniger wir zu uns stehen und je weiter wir von einem authentischen Leben entfernt sind.</p>



<p>Anders ausgedrückt: Je mehr wir lernen, uns selbst anzunehmen, und je weniger wir uns <a href="https://www.matschnig.com/selbstzweifel/">selbst der größte Feind</a> sind, desto weniger ärgern wir uns, und können über den Dingen stehen und gelassen bleiben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn Ärger notwendig und heilsam ist</h2>



<p>Was natürlich nicht heißt, dass wir uns überhaupt nicht mehr ärgern dürfen oder sollten. Im Gegenteil: Es gibt sogar notwendigen und regelrecht heilsamen Ärger. Wenn etwa ständig auf einem bestimmten Kollegen im Betrieb herumgetrampelt wird, wenn ein Kind Tag für Tag gegenüber seinen Geschwistern oder Klassenkameraden benachteiligt wird und es nichts recht machen kann, wenn ein Partner sich alles herausnehmen darf und der andere kuschen muss – wenn es sich also um eine wirklich ungerechte Situation handelt, dann ist ein innerlicher Widerstand berechtigt und notwendig. Man muss nur damit umzugehen wissen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was fange ich mit meiner Wut an?</h2>



<p>Ärger kann uns die Energie geben, gegen Ungerechtigkeiten anzugehen, schiefe Beziehungen gerade zu rücken oder Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Fragt sich nur, wie wir unsere Gefühle am besten handhaben, damit wir mit der freigesetzten Kraft nicht das kaputtmachen, was wir eigentlich retten wollen.</p>



<h5 class="wp-block-heading">Sofortmaßnahmen bei aufkommendem Zorn</h5>



<ul class="wp-block-list">
<li>So abgedroschen es klingen mag, die beste Taktik bei aufkommender Wut ist erstmal <strong>bis zehn zählen</strong> – manchmal vorsichtshalber auch bis 100 –, tief durchatmen, die Augen schließen und sich beruhigen. Natürlich schafft man ein Ärgernis damit nicht aus der Welt, aber für den nächsten Schritt braucht es vor allem eins: Vernunft und etwas Ruhe.</li>



<li>Wenn Sie die erste »Zorneswelle« überstanden haben, setzen Sie sich mit der ärgerlichen Situation auseinander. Formulieren Sie zunächst die <a href="https://www.matschnig.com/gedanken-sind-nur-gedanken/">negativen Gedanken</a>, die Sie zornig machen, wie beispielsweise: »Sie hat kein Recht, so etwas zu tun/sagen.« Dann korrigieren Sie Ihren Gedankengang. Zum Beispiel: »Der andere verhält sich so, wie er es tut, weil er der Meinung ist, dies sei in Ordnung.« Es gibt verschiedene Gründe für sein Verhalten: weil er es nicht besser weiß, weil er es nicht besser kann, weil er <a href="https://www.matschnig.com/angst-feind-freund/" target="_blank" rel="noopener">Angst</a> hat, sein Gesicht zu verlieren, weil er von Ihnen beachtet werden will etc. Hinter diesen Überlegungen steckt der Gedanke, dass der andere das Recht hat, sich so oder so zu verhalten – auch wenn es Ihnen nicht gefällt oder Sie nie so etwas tun würden. Sie sind jedoch ebenso berechtigt, ihm Ihre Meinung zu sagen und sein Verhalten abzulehnen. Ob er sein Verhalten daraufhin ändert, liegt bei ihm.</li>



<li>Gerade im Alltag ärgern wir uns oft über tausend unwichtige Kleinigkeiten. Erinnern Sie sich in solchen Momenten daran, dass Ihre Wut die <strong>Welt nicht ändern wird</strong>. Nur weil Sie sich ärgern, fährt weder der Autofahrer vor Ihnen schneller, noch werden Ihre Kinder ordentlicher oder Ihr Partner pünktlicher.</li>



<li>Wenn alles nichts geholfen hat und Sie trotz allem in die »Wutfalle« getappt sind, dann ist es besser, Ihrer Wut <strong>Ausdruck zu verleihen</strong>, als sie hinunterzuschlucken. Entscheidend ist dann natürlich, wie Sie Ihren Zorn ausdrücken.</li>



<li>Wenn Sie so sauer sind, das Sie glauben, sich nicht mehr beherrschen zu können, dann donnern Sie nicht los, sondern nehmen Sie sich ein Blatt Papier und <strong>schreiben Sie Ihre Beschwerden auf</strong>. Verwenden Sie dabei auch Schimpfwörter, wenn Ihnen danach ist – Papier ist ja bekanntlich geduldig. Alternativ können Sie der prekären Situation auch den Rücken kehren, die Szene einfach kurz verlassen und entspannter zurückkommen – Hauptsache, Sie halten sich der betroffenen Person gegenüber zurück. Sind Sie allerdings nicht ganz so wütend, können Sie denjenigen, der an Ihrem Ärger beteiligt ist, ruhig direkt ansprechen. Drücken Sie sich aber bewusst nur in der Ich-Form aus: »Mir gefällt nicht, dass … Ich habe mir … vorgestellt. Ich habe erwartet, dass …«. Vermeiden Sie es, in der Du-Form zu reden: »Wie konnten Sie nur… Das war das Letzte, was Sie… Immer machst Du….«.</li>



<li>Ist das Ärgernis ausgestanden, <strong>reflektieren</strong> Sie das ganze Problem noch einmal und fragen Sie sich, wie sich eine solche Situation in Zukunft vermeiden lässt.</li>
</ul>



<p>Ihre Monika Matschnig,<br>Expertin für Körpersprache, Wirkung und Performance</p>



<p><span style="font-size: 10pt;"><em>Bild: Jo Ritchy / Shutterstock.com</em></span></p>
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