Mentalhygiene

Mentalhygiene

Nutzen Sie die Kraft der guten Gefühle!

Schon der amerikanische Psychologe und Philosoph William James (1842–1910) vermutete bereits im 19. Jahrhundert: Gefühl und Körper lassen sich nicht trennen!

Das heißt: Keine Emotion ist ohne körperliche Reaktion denkbar und wir können den Zusammenhang zwischen Körper und Psyche für unser »Seelenheil« nutzen. Gute Gefühle stecken nämlich nicht nur in unserem Kopf, sondern auch in unserem Körper.

Wenn wir den Zusammenhang zwischen Körper und Geist einmal unter die Lupe nehmen, stellen wir fest, dass unsere Wahrnehmung auf drei Säulen beruht: Gefühl, Verstand und Intuition. Das Gefühl betrifft unsere Seele, der Verstand unser Denken und das Handeln unseren Körper – drei Elemente, zwischen denen ein ständiges Wechselspiel herrscht. Wenn Menschen denken und fühlen, tun sie es also nicht als körperloser Gegenstand. Im Gegenteil: Das Empfinden eines Menschen spiegelt sich in seiner Körpersprache wider und umgekehrt gibt auch das äußere Verhalten eines Menschen Aufschluss über seine innere Haltung. Das Entscheidende dabei: Nur wenn beide Aspekte kongruent und stimmig sind, wirken wir wahrhaft authentisch und natürlich.

Sprechen Körper und Geist dagegen nicht die gleiche Sprache, nimmt unsere Umwelt das – wenn auch unbewusst – sofort wahr und empfindet unser Auftreten als unecht und aufgesetzt.

Die sichtbare Verbundenheit von Körper und Geist ist auch durch zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt, die beispielsweise bewiesen haben, dass eine gekrümmte Körperhaltung eher zu depressiven Gedanken und Mutlosigkeit führt, oder dass ein Kopfnicken – speziell in unserem Kulturkreis – zustimmende und ein Kopfschütteln ablehnende Gedanken erzeugt.

Betreiben Sie Mentalhygiene!

Unsere geistige und emotionale Verfassung wirkt sich also direkt auf unser Verhalten aus – und damit auch auf den Eindruck, den wir unserer Umwelt vermitteln. Ergo sollten wir nicht nur auf unseren körperlichen Ausdruck achten, sondern auch auf unsere seelische und geistige Haltung.

Experten sprechen in diesem Fall von »Mentalhygiene« oder »Mental Health«.

In der Praxis bedeutet das, die Gedanken und Gefühlswelt bewusst auf anstehende Projekte oder Pläne einzuschwören und vorzubereiten. Oder einfacher ausgedrückt: Sie können Ihr Denken und Fühlen zugunsten Ihrer eigenen Ziele positiv beeinflussen, indem Sie Ihre Psyche auf genau das programmieren, was Sie gern erreichen möchten. Sei es für das nächste Vorstellungsgespräch, eine Diät oder eine gewagte Kletterpartie durch die Alpen – wenn Sie Ihr persönliches Ziel erst einmal mental verankert und damit immer klar vor dem geistigen Auge haben, wird Ihr Körper alles daran setzen, dieses zu erfüllen bzw. es nach außen repräsentieren.

Spitzensportler haben den Vorteil der Mentalhygiene längst erkannt und perfektioniert. Indem sie ihre Gedanken und ihre Gefühle bewusst steuern, können sie ihren Körper selbst bei höchstem Adrenalinpegel unter Kontrolle halten. Eine Technik, die jeder für sich nutzen kann, indem er seine körperliche Verfassung und seine Außenwirkung durch positive Gedanken und Gefühle beeinflusst.

Wie das funktioniert? Zum Beispiel mithilfe kleiner »Mentaleinheiten«, die in wenigen Minuten Ihre Laune heben. Zwei Beispiele gebe ich Ihnen hier:

Euphorische Hochstimmung

Stellen Sie sich vor, Sie erhalten eine erfreuliche Nachricht. Oder denken Sie an Ihre große Liebe oder an ein schönes Erlebnis. Richten Sie sich auf, Brust raus, Kopf hoch, Blick nach vorne und ein Lächeln auf den Lippen. Atmen Sie tief ein und schwelgen Sie in Ihren Erinnerungen.

Setzen Sie alle Sinne ein, erfreuen Sie sich an den positiven Gefühlen und lassen Sie diese Gefühle in Ihrem Körper nachwirken. Schon hebt sich Ihre Stimmung.

LMAA

»Lächle mehr als andere – der Körper dankt es uns mit einem fröhlichen Gesicht. « Bereits Israel Waynbaum hat herausgefunden, dass absichtliches Lächeln oder bereits bloßes Stirnrunzeln positive neurologische und somit auch hormonelle Reaktionen erzeugt. Schenken Sie Ihrer Umgebung und sich selbst deswegen öfter mal ein spontanes Lächeln. Das steigert die Blutzufuhr zum Gehirn und fördert Ihr Glücksgefühl. Ein lachendes Gesicht wirkt beruhigend auf den ganzen Körper – sogar über einen längeren Zeitraum hinweg.

Dieses »Happy-Mood-Training« lässt sich im Alltag ohne viel Aufwand auch zwischen Tür und Angel durchführen und sorgt automatisch dafür, dass Sie auf Ihre Kollegen und Freunde ausgeglichener, authentischer und sympathischer wirken.

Ihre Monika Matschnig,
Expertin für Körpersprache, Wirkung und Performance

Bild: Shutterstock.com


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