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	<title>Angst Archiv - Körpersprache und Wirkungskompetenz für Führungskräfte, Manager, Politiker</title>
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	<description>Körpersprache und Wirkungskompetenz für Führungskräfte, Manager, Politiker</description>
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		<title>Mein Feind: Die Angst!</title>
		<link>https://www.matschnig.com/angst-feind-freund/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Monika]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Feb 2023 10:22:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Angststörungen]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Lampenfieber]]></category>
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					<description><![CDATA[Oder doch mein Freund?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Hatten Sie schon eine <strong>Angststörung</strong>? Das chronische Gefühl der Beengtheit, der Beklemmung, des Zusammenschnürens der Kehle. Noch nicht? Ein Teufelskreis. Er zieht einen tief nach unten. &nbsp;Hatten Sie noch keine Angststörung, dann steht die Chance gut, dass Sie noch eine einholt. Ungefähr jeder Dritte erlebt im Laufe des Lebens eine Angststörung. In Europa leiden rund 60 Millionen Menschen unter einer Angststörung, ungefähr zwölf Millionen sind es in Deutschland, Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer. Angststörungen haben seit den Krisenjahr 2020 einen eindeutigen Anstieg.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Angst ist generell ein normales Gefühl und sinnvoll.</h2>



<p>Angst rettet uns ständig das Leben, etwa wenn wir eine Straße überqueren und plötzlich zurückspringen, da ein Auto an uns vorbeirast. Wenn wir die dunklen Straßen entlanggehen. Uns an einem Geländer bei Sturm festhalten. Doch entgleist die Angst und wird sie zu einem krankhaften Zustand, dann spricht man von einer Angststörung. Dazu zählen Panikattacken, die plötzlich und mit voller Wucht plötzlich zuschlagen, soziale Phobien &#8211; Angst vor öffentlichen Plätzen -, spezifische Phobien &#8211; die Spinnen- oder <a href="https://www.matschnig.com/15-tipps-gegen-lampenfieber/">Redeangst</a>. Und sehr häufig verbreitet ist die generalisierte Angst. Ein diffuses Gefühl der Angst durchflutet permanent den Körper. Dieses Angstgefühl lässt sich nicht kontrollieren und schränkt den Alltag ein. Beschwerden wie Herzrasen, Verspannungen, Schlafprobleme, Magenprobleme, Schwindelgefühle, Konzentrationsprobleme, <a href="https://www.matschnig.com/gedanken-sind-nur-gedanken/" target="_blank">Gedankenflut</a> usw. können Begleiterscheinungen sein. Das alles klingt übel.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was aber macht uns Angst?</h2>



<p>Der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Leon_Windscheid" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Psychologe Dr. Leon Windscheid</a> spricht von <strong>3 Variablen</strong>: Das Unbekannte, das Unkontrollierbare und das Außergewöhnliche.&nbsp;<sup>1</sup> Denken wir an das C-Virus: Es war unbekannt, unkontrollierbar und außergewöhnlich. Die Politik in Deutschland hat in der Corona-Krise ein gesellschaftliches Klima der Angst geschaffen. Angst ist hochgradig wirksam, wenn es darum geht einschneidende Verhaltensänderungen zu bewirken. Die Kollateralschäden werden nun sichtbar.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong><em>„Was man zu verstehen gelernt hat, fürchtet man nicht mehr.“<br></em></strong>Marie Curie</p>
</blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist die Lösung?</h2>



<p>Die eine Lösung gibt es nicht. Angststörungen sind differenziert zu betrachten. Doch für jeden wartet seine individuelle Lösung.</p>



<h5 class="wp-block-heading">1. Die Angst vor der Angst sollte besiegt werden</h5>



<p><em>„Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum liegt die Macht unserer Wahl. In unserer Reaktion liegen unsere Entwicklung und unsere Freiheit.“</em>, so Viktor Frankl. Taucht dieses fiese Gefühl auf (Reiz), dann liegt es an unserer Bewertung (Freiheit) und dementsprechend entwickelt sich die Angst zu einem gesunden Gefühl oder wird krankmachend. Wenn wir das Angstgefühl als schädlich bewerten, dann wird es auch Schaden zufügen. Wenn nicht, dann kann es sogar behilflich sein.&nbsp; In einer Studie von Alison Brooks mussten 300 Menschen ein Lied vor Publikum singen. Die Hälfte der Gruppe sollte sich selbst sagen „Ich bin ängstlich“ und die andere Gruppe musste sich sagen „Ich bin aufgeregt“. Die Änderung eines Wortes hatte einen verblüffenden Effekt: Die Gruppe der „Aufgeregten“ empfanden die Angst als einen Motivationsschub. Die Gruppe der „Ängstlichen“ als pure Angst.&nbsp; Die Angstreaktionen waren in beiden Gruppen gleich, doch das Empfinden war ein anderes. ² Wir können somit lernen die die Angst als Quelle der positiven Energie zu nutzen.</p>



<h5 class="wp-block-heading">2. Sich mit der Angst konfrontieren</h5>



<p>Wir lenken uns oft ab, um der Angst zu entgehen. Doch das Angstgefühl schiebt sich immer wieder nach vorne, wie einen Ball, den wir versuchen unters Wasser zu drücken. Was bleibt, ist die Sorge um die Angst. Der Psychologe Prof. Jürgen Margraf rät den Mut aufzubringen sich direkt mit der Angst zu konfrontieren. Angenommen wir <a href="https://www.matschnig.com/warum-machen-sie-sich-sorgen/" target="_blank">sorgen</a> uns, dass uns der Partner irgendwann verlässt. Dann sollten Sie tief in diese Vorstellung einsteigen und sich der beängstigenden Vorstellungen direkt und massiv aussetzen. Wenn Sie die Angst wirklich fühlen, dann werden Sie bemerken, dass die Angst abflacht, das Sorgenkarussell wird beendet. Die Kunst dabei ist es, das Gefühl der Angst wahrzunehmen, ohne es zu bewerten. Angst fühlen, ohne Angst vor der Angst haben. Das kann am Anfang sehr unangenehmen sein, hilft aber, da wir lernen „Ängste kommen und gehen.“ Professionelle Unterstützung kann hierbei eine wahre Erleichterung sein.</p>



<h5 class="wp-block-heading">3. Ängste hinterfragen</h5>



<p>Hilfreich ist es die Ängste genauer zu beleuchten. Stellen Sie sich Fragen wie <em>„Was genau fürchte ich?“</em>, <em>„Wie realistisch ist es, dass diese Befürchtungen zutreffen?“</em>, <em>„Was wäre das schlimmste Szenario und wie wahrscheinlich ist es?“</em>. Bearbeiten Sie diese Fragen auch gerne schriftlich. Ziel ist es, den Gedanken das „Ohnmachtsgefühl“ zu nehmen und das Gefühl „Ich bin Herr meiner selbst“ zu stärken.</p>



<h5 class="wp-block-heading">4. Sich in Gelassenheit üben</h5>



<p>Die Angst vor der Angst erhöht die Angst. Umso stärker wir auf die kleinsten Symptome achten, desto massiver tritt das Gefühl in den Vordergrund. Treten Sie dem entschieden entgegen. Meditationen, sportliche Aktivitäten, Musik hören, Treffen mit Freunden bieten eine Ablenkung von der permanenten Selbstbeobachtung.</p>



<p>Angst hat seinen Sinn. Angst sichert uns das Überleben. Doch ein Zuviel macht das Leben grau und nicht bunt. Deshalb lassen Sie sich selbst <a href="https://www.matschnig.com/gedanken-beherrschen/">nicht alles von Ihrem Körper gefallen</a>. Nehmen Sie das Steuer Ihres Lebens in die Hand.</p>



<p>Viel Erfolg!</p>



<p></p>



<p>Ihre Monika Matschnig,<br>Expertin für Körpersprache und Wirkungskompetenz<br></p>



<p></p>



<p><small><em><sup>1</sup> Windscheid, L.: Besser fühlen, Rohwolt Polaris, 12. Aufl., 2022..<br></em></small><small><em><sup>2</sup> Brooks: Get Excited – Reappraising Pre-Performance anxiety as Excitement, Journal of Experimental Psychology: General, 2014.</em></small></p>



<p></p>



<p><span style="font-size: 10pt;"><em>Bildnachweis: Anna Leskinen / istockphoto.com</em></span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Neid, Zorn, Traurigkeit und Angst</title>
		<link>https://www.matschnig.com/vernichtende-gefuehle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Monika]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 May 2020 06:51:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[negative Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Neid]]></category>
		<category><![CDATA[Traurigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Zorn]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.matschnig.com/?p=23657</guid>

					<description><![CDATA[Vernichtende Gefühle und wie wir lernen können, mit ihnen umzugehen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><a href="https://www.matschnig.com/neid/">Neid</a>, <a href="https://www.matschnig.com/zorn/">Zorn</a>, <a href="https://www.matschnig.com/traurigkeit/">Traurigkeit</a> und <a href="https://www.matschnig.com/angst-feind-freund/" target="_blank">Angst</a> sind die Top 4 der zermürbenden Gemütszustände, mit denen wir auf Situationen reagieren, in denen nicht alles rund läuft. Doch mit welchem Erfolg?</p>



<p>Wenn wir negativen Gefühlen freien Lauf lassen, können sie beträchtlichen Schaden anrichten – sowohl bei uns, als auch bei anderen. Aber was ist die Alternative? Natürlich können wir negative Ereignisse nicht vermeiden. Trotzdem können wir lernen, angemessen mit ihnen umzugehen und uns nicht von ihnen beherrschen zu lassen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum Neid, Zorn, Traurigkeit und Angst so belastend wirken</h2>



<p>Zumal negative Gefühle durchaus auch etwas Positives bewirken können. Neid, Zorn und Traurigkeit können – solange sie nicht die Oberhand gewinnen – ein enorm starker Motor für unsere persönliche Entwicklung sein. Oder gibt es einen besseren Ansporn, endlich ein bisschen mehr Sport zu treiben, als tagtäglich der Kollegin über den Weg zu laufen, die einem so viel attraktiver erscheint?</p>



<p>Negative Emotionen sind also in der Lage, uns persönlich weiterzubringen, indem wir mehr Ehrgeiz entwickeln, Situationen verändern, die uns unzufrieden machen oder <a href="https://www.matschnig.com/konstruktiv-mit-konflikten-umgehen/" target="_blank">Konflikte klären</a>, die uns schon einige Zeit belasten. Wichtig ist nur, ihnen nicht zu viel Raum zu geben. Denn wenn pessimistische Stimmungslagen in unserem Leben überwiegen, »vermiesen« wir uns dadurch nicht nur die Gegenwart – negative Gefühle können uns regelrecht krank machen und so auch unsere Zukunft beeinflussen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn vernichtende Gefühle unser Immunsystem schwächen</h2>



<p>Immer wieder bestätigen Forschungen die altbekannte These, dass eine häufige oder gar dauerhaft schlechte Stimmung unser Immunsystem schwächt. In einer aktuellen amerikanischen Studie entwickelten Studienteilnehmer mit besonders negativen Emotionen nach einer Grippe-Impfung weniger Antikörper als Probanden mit positiven Gefühlen. Alle Teilnehmer der Studie mussten dafür fünf Minuten lang den besten oder schlimmsten Moment ihres Lebens aufschreiben, wobei ihre Hirnströme sowie die Reaktionen des Körpers auf ihre Gefühle gemessen wurden. Danach erhielten alle Probanden eine Grippe-Impfung und im Abstand von zwei, vier und 26 Wochen wurde die Zahl der Antikörper gemessen. Das Ergebnis: Die Teilnehmer, die bei der Erinnerung an das schlimmste Ereignis die intensivsten Gefühle zeigten, entwickelten weniger Antikörper, zeigten also eine geringere Immunantwort. Eine mögliche Erklärung für diesen Effekt ist in unserem Hormonhaushalt zu finden. Vor allem, wenn wir wütend sind, schütten wir Adrenalin aus. Häufige Adrenalin-Ausschüttungen schwächen jedoch unser Immunsystem und machen uns anfällig für Krankheiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum es nicht hilft, Gefühlen freien Lauf zu lassen</h2>



<p>Die Lösung liegt also nicht – wie häufig propagiert – darin, allen seinen Gefühlen, den guten wie den schlechten, freien Lauf zu lassen, und sich so von ihnen zu befreien. Vielmehr sollten wir versuchen, negative Gefühle gar nicht erst aufkommen zu lassen bzw. ihnen – sollten sie sich doch zu Wort melden – von Anfang an den Wind aus den Segeln zu nehmen.</p>



<p>Ein erster Schritt in diese Richtung: Der Versuch, die eigenen negativen Geisteszustände zu erkennen. Wenn wir uns darüber bewusst sind, wann wir neidisch, verärgert, wütend oder traurig reagieren und welches die häufigsten Auslöser für diese Gefühle sind, dann befinden wir uns bereits auf dem besten Weg, unsere Gefühlswelt in den Griff zu bekommen – zumindest so weit, dass sie uns nicht schadet.<br></p>



<p>Ihre Monika Matschnig<br>Expertin für Körpersprache, Wirkung und Performance</p>



<p><span style="font-size: 10pt;"><em>Bild: yienkeat / Shutterstock.com</em><br></span></p>
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