„Rede darüber!“

über negative Gefühle reden

Über seine Gefühle zu reden bewirkt Wunder

„Wenn die Leute mit mir über das Wetter reden, bin ich mir stets sicher, dass sie etwas ganz anderes meinen.“
Oscar Wilde

Über seine Gefühle zu reden bewirkt Wunder, besonders über negative. Kämpfen Sie alleine gegen Ihre intensiven, negativen Gefühle an, dann kommen Sie sehr häufig nicht zu einer Lösung. Im Gegenteil, die negativen Gedanken und Gefühle verstärken sich und Sie befinden sich in einer Abwärtsspirale. Verspüren Sie intensive unangenehme Gefühle – wie Angst, Furcht oder Wut – dann übernimmt Ihre Amygdala das Kommando. Es aktiviert die Kampf- oder Fluchtreaktion. Sie sind kaum mehr in der Lage rational zu denken. Wie kommen Sie da raus? Studien von der U.C.L.E. empfehlen das „affect labeling“, um die Amygdala wieder zu beruhigen. Fassen Sie Ihre Gefühle in Worte (Lieberman et al.).

Die Ausformulierung der Gefühle in Worte entspannt Ihr Gehirn und Sie erleben schneller Akzeptanz und Bewusstwerdung.

Sie kennen es: Sie hatten ein tragisches Erlebnis, eventuell einen Autounfall. Dieses tragische emotionale Ereignis kann Sie auch erst viel später emotional überrollen. Wenn Sie darüber gesprochen haben, sind Sie sogar wieder in der Lage ins Auto zu steigen. Es hilft auch über tragische Situationen zu schreiben. Halten Sie Emotionen zurück, dann fühlen Sie sich gestresst. Um konstruktiv über ihre negativen Gefühle zu sprechen, sollten Sie folgendes beachten:

Sprechen Sie mit der richtigen Person

Sprechen Sie mit einer Person, die zuhören kann. Benötigen Sie bewusst einen Rat, dann suchen Sie sich jemanden, der mit diesem Problem Erfahrung hat. Geben Sie sich eine bestimmte Zeit. Seien Sie rücksichtsvoll und müllen ihn/sie nicht zu lange zu. Meiden Sie Gesprächspartner, die Sie noch weiter runterziehen. Frauen sprechen tendenziell leichter über Ihre Gefühle. Männer haben diese genauso, doch sprechen sie lieber mit sich selbst (siehe Einleitung). Anders wäre es vielleicht einfacher, gerade in einer Beziehung, aber nicht nur. Haben Sie viel Gesprächsbedarf, dann suchen Sie sich lieber einen Therapeuten, Sie würden das Zuhörpotential Ihres Gesprächspartners möglichweise sprengen.

Der richtige Zeitpunkt

Wählen Sie den passenden Zeitpunkt. Auch Ihre Freunde haben ein Leben. Fragen Sie sie, wann ein geeigneter Zeitpunkt zum Sprechen ist. Gehen Sie respektvoll mit der Zeit Ihres Gesprächspartners um.

Schlusspunkt setzen

Nicht jedes emotionale Erlebnis erfordert ein sofortiges Gespräch. Lassen wir ein wenig Zeit verstreichen, dann beruhigen wir uns häufig automatisch. Wenn Sie immer wieder über das gleiche Thema lamentieren, dann setzen Sie bewusst einen Schlusspunkt. Mit Dauerjammern belasten Sie sich und damit andere. Begegnen Sie dem Jammertal mit Gute-Laune-Strategien.

Das Positive im Blick

Nutzen Sie Freunde, Bekannte, den Lebenspartner nicht nur, um ihnen Ihre negativen Emotionen mitzuteilen. Das erträgt auf Dauer nicht einmal der beste Freund. Lassen Sie diese zumindest auch an Ihren positiven Erlebnissen teilhaben. Es hilft Ihnen und tut auch den Gesprächspartnern gut.

Ihre Monika Matschnig,

Expertin für Körpersprache, Wirkung und Performance


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